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| Dialektischer
Materialismus |
| übersetzt
von Seraina Caviezel |
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| Die
Gedanken Karl Marx über Wandel beruhten auf den Schriften eines Philosophen,
GWF Hegel, welcher das Konzept der Dialektik entwickelte. Dieses
Gedankengut basierte auf der Idee, dass alles einen Keim der Selbstzerstörung
enthalte, dass aber aus der Asche dieser Zerstörung eine neue Form entstehe.
Dieser Zyklus wurde als These, Antithese und Synthese beschrieben.
Manche Leute sehen darin Ähnlichkeiten mit klassischen griechischen und
lateinischen Mythen über den Vogel Phönix, der zu nahe an die Sonne fliegt
und verbrennt, sowie mit Entstehungsmythen des Athapaskan-Volkes aus den
Grossen Ebenen Nordamerikas. |
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| Marx
wendete diese Idee der Dialektik auf die Gesellschaft an, indem er sagte,
dass aller Wandel einen materialistischen Ursprung habe Dies bedeutet
in unseren Worten, dass der Ursprung des Wandels in der kulturellen Dimension
der Technologie und Ökonomie liegt. Als die Technologie sich von
Jägern/Sammlern zum Ackerbau (Gartenbau/Viehzucht), dann zur industriellen
Revolution entwickelte, bewirkten diese technischen Veränderungen auch
einen Wandel in der sozialen Organisation der Gesellschaft sowie in deren
Glaubens- und Wertvorstellungen. |
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| Einfache
Jäger- und Sammer-Gesellschaften, sagte er, hätten einen „primitiven
Kommunismus“. In Ackerbau-Gesellschaften, die er feudal nannte,
bestände der Hauptkonflikt zwischen den Landbesitzern oder der Aristokratie
und denen, die das Land bearbeiteten oder den Leibeigenen. |
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Die
Hauptquelle der Konflikte im Industriezeitalter läge zwischen:
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den Arbeitern, die er Proletariat nannte
(vom lateinischen), die überlebten, indem sie ihre Arbeitskraft verkauften,
und
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den Fabrikbesitzern, die er Bourgeoisie nannte
(ein Wort, das denselben Ursprung wie Burg und Bürger hat), welche diese
Arbeit brauchten, um Profit daraus zu schlagen.
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| Die
ausgebeutete Klasse wurde vom Wandel begünstigt und profitierte von einer
grösseren Gleichberechtigung, während die ausbeutende Klasse sich gegen
diesen Wandel wehrte. Weil die Gesellschaft den Keim der Selbstzerstörung
in sich trägt, wurde der zerfallende Kommunismus durch den Feudalismus
ersetzt, bis dieser ebenfalls zerfiel und durch den Kapitalismus ersetzt
wurde. Marx erwartete, dass der Kapitalismus, aufgrund der Spannungen zwischen
Arbeitern und Besitzern, ebenfalls zerfallen werde und die daraus entstehende
Revolution im Kommunismus münden werde, bei dem der Staat allmählich
verschwinde und die Ökonomie auf dem Slogan basiert wäre: „Jeder nach
seinen Fähigkeiten; jedem nach seinen Bedürfnissen.“ |
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| Dieser
Ansatz wird dialektischer Materialismus genannt. |
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| Marx,
der 1883 starb, erwartete eine kommunistische Revolution, die aus den Spannungen
zwischen Arbeitern und Fabrikbesitzern hervorgehen würde. Ironischerweise
fanden die zwei bedeutendsten kommunistischen Revolutionen in Russland
(1917) und China (1949) statt, zur Zeit der Revolution beides feudale Agrargesellschaften. |
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